Es war einmal ein Hund
und dieser hatte,
man glaubt es kaum,
auch einen Mund und war gesund.
Soweit, so gut, der Hund er litt,
er hatte wohl ein Hundleben,
so wie es einem Hund gegeben.
Er musste schlafen, stundenlang und in einem Körbchen liegen,
und sicher ist,
er wollte auch im ganzen Leben niemals fliegen.
Doch was er wollte, was er konnte, das war ihm manchesmal verwehrt.
Das Laufen war ihm sehr begehrt.

So gern rannte er durch den Wald in einem schnellen Schritte,
und in des Waldes Mitte,
da drehte er sich um und rannte rundherum.
Das tat er nur aus lauter Freude, und weil er`s konnte.
Den ganzen Tag, die ganze Nacht, hätt` er das wirklich gern gemacht.
Allein, die mit ihm gehen sollten,
dies häufiger doch gar nicht wollten.
Sie ließen kaum ihr Herz erweichen,
mit Hund durch Wälder rumzustreichen.
Stattdessen nahmen sie die Dinger,
die piepen, lieber in die Finger,
warfen sich in Zimmerecken,
um dort gepflegt und digital,
mit ihren Männlein zu verrecken.

.

Der Hund, er fiebte laut und leise,
auf hirnerweichend schrille Weise.
Das hörte ich mir bebend an,
nahm Schuh und Leine mir sodann.
Ich frage noch die Smartphoneleichen,
ob sie Begleitung sein wollen,
doch die beginnen gleich zu kreischen,
wie ausgerupfte Rübenknollen.

.
Der Hund, der freut sich jedenfalls, dass einer mit ihm geht.
Wer? Ist im scheißegal.
Und wenn ich jetzt nicht schneller mache,
scheißt er mir ins Regal.

.
Und tschüss.

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